Lange Jahrhunderte war die Schweiz »terra incognita«, denn den frühen Reisenden präsentierte sie sich als wild und unzugänglich. Woher man sich auch näherte: Stets stellten sich sofort oder zumindest recht bald die Berge als Hindernis in den Weg. Doch als im ausgehenden 19. Jh. zunächst die Engländer die Bergwelt eroberten, entwickelte sich das arme Agrarland schnell zum Touristenland Nr. 1. Zuvor wertlose Felsmassive und Eiswüsten wurden zum größten Kapital des rohstoffarmen Landes. Der Bauernstaat mauserte sich zum hochtechnisierten Standort mit internationalen Verflechtungen. Hinter der Kulisse reizvoller Städte und einer bezaubernden Natur verbirgt sich ein ausgesprochener Industriestaat, nicht aber ein liebevoll hergerichtetes Freilichtmuseum.